bayerischer wald 

In regelmäßigen Abständen finden imWallfahrtsmuseum

Wallfahrtsmuseum von Neukirchen b.Hl.Blut

interessante Sonderausstellungen statt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 - 12 und 13 - 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 -12 und 13 - 16 Uhr.
Sonderöffnungszeiten:
Faschingsdienstag v. 9 - 12 Uhr, Karfreitag v. 10 - 12 Uhr, Allerheiligen, 1. November von 10-12 Uhr
Heiligabend, 24. Dez. von 10-12 Uhr, Silvester, 31. Dez. von 10-12 Uhr,
ab 1. Nov. bis 15. Dezember > montags von 10-12 Uhr, di-fr von 9-12 und 13-17 Uhr geöffnet, sa+so geschlossen

" Eine guet und saubre Arbeith..." Neuk. Klosterraritäten (11. Mai bis 17. Sept. 2006)

Raritäten im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut

Ausstellung „Eine guet und saubre Arbeith...“
Sakrale Kunst aus demFranziskanerkloster Neukirchen b. Hl. Blut


Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen präsentiert ab Donnerstag, 5. Oktober eine außergewöhnliche Sonderausstellung mit seltenen Kostbarkeiten. Die einmaligen Exponate - über 30 ausgewählte Skulpturen und Gemälde - stammen aus dem Franziskanerkloster und sind zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zu besichtigen. Einige der hervorragenden Arbeiten stammen aus den Händen von Neukirchener Malern und Bildhauern. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf einen Eintrag in einer Kirchenrechnung, mit dem 1758 die hohe Qualität eines gemeinsamen Werks des Kötztinger Schnitzers Johann Paul Hager und des Neukirchener Altarschreiners Engelbert Staudacher beurteilt wird: demnach haben die beiden bedeutenden Künstler eine „guet und saubre Arbeith“ abgeliefert.




Figurenkreuz
 

 

Hl. Franziskus mit Totenschädel und Kreuz. Holzskulptur, geschnitzt und gefasst.

Die Kunstschätze werden anlässlich des 350jährigen Jubiläums der Klostergründung in Neukirchen b. Hl. Blut gezeigt. Seither sind die Franziskaner in Neukirchen ununterbrochen präsent. Nur aufgrund der Tatsache, dass das Neukirchener Kloster nie aufgelöst wurde und sogar die Säkularisation 1802 überdauerte, weil es als Aussterbekloster bestimmt war, blieben diese beeindruckenden Zeugnisse der Malerei und Bildhauerei vor Ort erhalten.


Hl. Elisabeth, mit den Attributen Kanne, Brotkorb, Kronen, Buch, Bettler. Reliefbüste, 1. Hälfte 18. Jahrhundert. Laut Bleistiftinschrift auf der Rückseite durch den Neukirchener Maler Josef Wittmann 1843 „renoviert“.

Die Ausstellung steht außerdem im Rahmen des landkreisweiten Festivals „Faszination Wald – Baum – Holz“, das dieses Themenfeld mit zahlreichen Aktionen erkundet, unter anderem mit dieser Präsentation von einzigartigen Arbeiten bedeutender Holzbildhauer.

Die sehenswerte Ausstellung ist bis 4. März 2007 zu besichtigen

www.wallfahrtsmuseum.de

" Der Böhmerwald - Landschaft der Erkenntnis " (11. Mai bis 17. September 2006)

Sonderausstellung
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Der Böhmerwald –Landschaft der Erkenntnis.
Fotografien von Martin Milfort
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Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut präsentiert in der neuen Ausstellung Schwarz-weiß-Aufnahmen des führenden tschechischen Landschafts-fotografen Martin Milfort. Die Ausstellung ist zugleich ein Beitrag zum landkreisweiten Festival „Faszination Wald – Baum – Holz“, das dieses Themenfeld mit zahlreichen Aktionen erkundet.



Stubenbacher See (Prášilské jezero)

Das Wallfahrtsmuseum ist bekannt für seine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit tschechischen Häusern. Die neue Ausstellung konnte von der „Galerie Klatovy / Klenová“ übernommen werden.


Ein Motiv aus der Umgebung von Prachatitz

Der 1940 in  Schüttenhofen (Sušice) geborene Martin Milfort lebt seit 1984 in Klattau (Klatovy). Der Absolvent des Instituts für künstlerische Fotografie des Verbandes tschechischer Fotografen widmet sich seit 1990 der Fotografie professionell. Seine Aufahmen sind seit 1981 in zahlreichen Einzelausstellungen in Tschechien und Deutschland zu sehen, sind in Büchern und Bildbänden über den Böhmerwald enthalten oder auf Panorama-Ansichtskarten oder Wandkalendern abgedruckt.


Torfmoor Mezilesní slat’

Das Buch zur Ausstellung „Šumava – krajina poznání“ mit einer Einleitung des Galeristen Marcel Fišer ist zweisprachig (tschechisch – deutsch)  betextet (ISBN: 80-85628-89-9, Preis: 15 EURO).

 

Gefördert im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative
INTERREG III A und EFRE

 

www.wallfahrtsmuseum.de

" Wenig, aber vom Herzen " (vom 26. Oktober 2005 bis 23. April 2006)

Sonderausstellung "Wenig, aber vom Herzen"


 


Etwa 200 Wachsstöckl im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut ausgestellt

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut präsentiert wieder einmal eine attraktive Sonderausstellung. Unter dem Titel „Wenig, aber vom Herzen“ werden ab 27. Oktober etwa 200 Wachsstöckl aus einer Privatsammlung gezeigt.

„Wenig, aber vom Herzen“ ist auf zwei der ausgestellten Exponate zu lesen und damit ist auf eine der Funktionen der Wachsstöckl verwiesen: sie dienten nicht nur als Beleuchtungsmittel, sondern auch als Freundschafts- oder Liebesgabe und Andenken.

Das ist auch der Grund, weshalb die anfänglich ganz einfachen, gewickelten dünnen Wachsschnüre reichhaltig verziert und geschmückt wurden. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten, seien es Applikationen aus Wachs in Form von Blumen oder Ornamenten, Halbreliefs, Bemalungen, Aufkleber aus Papier, Heiligendarstellungen oder gar plastisch geformte Figürchen. Auch die Formen der Wachsstöckl variieren.


 

In der Volksfrömmigkeit des süddeutsch-österreichischen Raumes waren die Wachsstöckl sehr beliebt.

 

Sie dienten sowohl dem kirchlichen als auch dem häuslichen Gebrauch und wurden bei verschiedenen Anlässen wie Taufe, Hochzeit oder am Lichtmesstag gerne als Erinnerungsgeschenk gegeben.
 

 

 

 

 

 



Die hervorragende und umfassende Privatsammlung, die jetzt im Wallfahrtsmuseum präsentiert wird, gibt einen schönen Überblick über die diversen Formen, Farben, Größen und Verzierungen.

 

Die meisten Wachsstöckl sind aus der Zeit um 1900.




 

Die sehenswerte Ausstellung ist bis März 2006 zu besichtigen und ebenso wie die Dauerausstellung des Museums einen Besuch wert.

 

www.wallfahrtsmuseum.de
 

" Šumava – der Böhmerwald auf den ältesten Fotografien "(28. April 05 - 12. März 06)

Sonderausstellung "Šumava – der Böhmerwald auf den ältesten Fotografien"

Die derzeit zweite Ausstellung im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut trägt den Titel „Šumava – der Böhmerwald auf den ältesten Fotografien“. Sie präsentiert frühe Fotografien von Landschaften, Ausflugszielen, Städten und Gebäuden sowie Milieuaufnahmen, die von den Pionieren der Fotografie aufgenommen wurden.


Die Ausstellung wurde von dem Experten Pavel Scheufler zusammengestellt und konnte vom  Muzeum Šumavy Kašperské Hory (Böhmerwaldmuseum Bergreichenstein) übernommen werden. Die frühesten Böhmerwald-Fotografien entstanden in den 1860er Jahren. Die offensichtlich erste Fotoserie fertigte Ignác Kranzfelder, der sich später in Taus (Domažlice) und Klattau (Klatovy) ansässig machte. Sie zeigen den Ausbau der Eisenbahnstrecke Pilsen – Eisenstein (Železná Ruda) 1874-77. František Fridrich aus Prag widmete sich eher den touristischen Anziehungspunkten. Aus den Jahren 1881/82 stammt eine umfangreiche Serie romantischer Landschaftsaufnahmen von Jindřich Eckert. Er betitelte sie „Erinnerungen an den Böhmerwald“.

Die wohl ältesten Aufnahmen aus unserem Nachbarland zeigt die Sonderausstellung im Wallfahrtsmuseum.

Unser Bild zeigt den Stadtplatz von Bergreichenstein.

Zu den ersten bedeutsamen Fotografen, die sich im Böhmerwald niederließen, gehören Konrad Ferdinand Quast, der 1875 in Schüttenhofen (Sušice) ein Atelier eröffnete, und M. Kopecky aus Winterberg (Vimperk). 1880 kam Gotthard Zimmer aus Wien als Wanderfotograf zunächst nach Wallern (Volary) und begründete schließlich in Krumau (Český Krumlov) ein Atelier. Nach seinem frühen Tod übernahm 1888 Josef Seidel  die Leitung des Betriebes, der als bedeutendste Fotografen-Persönlichkeit im Böhmerwald und Pionier der Farbfotografie gilt. Wenige Jahre später kehrte auch Josef Wolf nach Krumau zurück. Er nahm 1897 die bekannten Höritzer Passionsspiele auf ein kinematographisches Band auf, das als erster in Böhmen gedrehter Film gilt. František Krátký schuf vor allem Stereokarten. Er fotografierte vornehmlich die Bewohner des Böhmerwaldes in gewöhnlichen Alltagssituation. Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Zuge der touristischen Erschließung auch die ersten bebilderten Böhmerwald-Reiseführer herausgegeben.

  "Auf dem Heimweg vom Markt"

Die Ausstellung vermittelt einen Querschnitt durch die Arbeit der genannten und weiterer Fotografen und ein Bild des Böhmerwaldes, „wie ihn Karel Klostermann sah“ (so der Untertitel der Ausstellung). Klostermann (1848-1923) zählt zu den wichtigsten Böhmerwald-Schriftstellern.

Die Ausstellung kann bis März 2006 im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut besichtigt werden.

 

www.wallfahrtsmuseum.de

" Šumava – Böhmerwald. Die Geschichte... " (vom 28. Apr. bis 22 Sep. 2005)

Sonderausstellung "Šumava – Böhmerwald. Die Geschichte des Königlichen Hwozdes"

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut präsentiert ab 28. April gleich zwei zusätzliche Sonderausstellungen, die den benachbarten Böhmerwald zum Thema haben: die eine befasst sich mit der Geschichte der „Königlichen Freibauern“ in diesem Landstrich, die zweite zeigt den Böhmerwald in den ältesten erhaltenen Fotografien.


In Zusammenarbeit mit dem Adalbert Stifter Verein München konnte die Ausstellung „Šumava – Böhmerwald. Die Geschichte des Königlichen Hwozdes“ ins Wallfahrtsmuseum geholt werden.

Die Dokumentation veranschaulicht die Geschichte der Künischen (königlichen) Freibauern im Böhmerwald und der entsprechenden Landschaft, des Königlichen „Hwozdes“ (Grenzwaldes). Die „Künischen“ waren direkt dem König oder Kaiser untertan, rodeten die Wälder und hatten das so gewonnene Land gegebenenfalls zu verteidigen. Als freie Bauern waren sie bis 1848 mit einer Reihe von Privilegien und Sonderrechten, etwa der freien Gerichtsbarkeit, ausgestattet.


Hof eines künischen Freibauern

22 große Tafeln mit Texten, Bildern und Karten informieren über Leben und Handwerk der Bewohner, über die Privilegien der Königlichen Freibauern und den geschichtlichen Werdegang der acht Gerichtsbezirke, in die der „Hwozd“ eingeteilt war. Eine Ausstellungseinheit ist den verschwundenen Kirchenbauten gewidmet.

Die von Josef Steiner, Klattau, und dem Verein „Der Königliche Grenzwald“ erarbeitete Ausstellung ist durchgehend zweisprachig deutsch-tschechisch angelegt. Sie ist bis 22. September 2005 zu besichtigen.

www.wallfahrtsmuseum.de