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2012

2012 - 20 Jahre Wallfahrtsmuseum PDF Print E-mail
Seit zwei Jahrzehnten ist Neukirchen b. Hl. Blut um eine Attraktion reicher: Am 11. Juli 1992 eröffnete das sehenswerte Wallfahrtsmuseum, bestückt mit über 1000 Exponaten aus den reichen Schätzen der Wallfahrtskirche. Gleichzeitig wurde die Veranstaltungsreihe „Kultur im Schloss“ ins Leben gerufen. Heute ist das Wallfahrtsmuseum mit seinem vielfältigen Angebot kultureller Mittelpunkt der Marktgemeinde und erste Anlaufstelle für auswärtige Besucher, Urlauber und Wallfahrer. Die ansprechende und professionelle Form der Präsentation lässt den Rundgang zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden. Die eigens entworfene Vitrinenlandschaft ist optimal auf die Exponate und Themen zugeschnitten. Nachgestellte Szenen, künstlerische Elemente, Großfotos, Ton und Film sorgen für Abwechslung. Aufgrund der einmaligen und einzigartigen Exponate und wegen des bis ins Detail durchdachten Einrichtungskonzepts ist das Wallfahrtsmuseum als Spezialmuseum von überregionaler Bedeutung eingestuft. Für Leben im Museum sorgen Aktionen wie zusätzliche Ausstellungen, Museumsnächte, spannende Museumsrätsel für Kinder oder Erlebnisführungen mit einer „mittelalterlichen“ Pilgerin. Der Pflegersaal im Wallfahrtsmuseum diente bereits vielfach als Veranstaltungsort und Tagungsstätte.

Dr. Wilhelm GegefurtnerBei der Eröffnung vor 20 Jahren bezeichnete Schirmherr Regierungspräsident Karl Krampol (†) das Wallfahrtsmuseum als „Perle in der Museumslandschaft“. Generalvikar Msgr. Dr. Wilhelm Gegenfurtner überbrachte die guten Wünsche des Heiligen Vaters und den Apostolischen Segen. Mit Spannung erwarteten die über 300 Gäste die Festrede von Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, dem damaligen Leiter der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und heutigen Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Er lobte die wissenschaftlich solide Bearbeitung sowie die attraktive Gestaltung und erteilte dem Wallfahrtsmuseum einen „Auftrag“: „Wallfahrt kennt keine Grenzen, aber auch die Museen kennen keine Grenzen. Nachdem Stacheldraht und Sperranlagen gefallen sind, sollen die Oberpfälzer Museumsleute daran gehen, in Zusammenarbeit mit den Dr. Egon Johannes Greiplböhmischen Kollegen auch die geistigen Barrieren zum Einsturz zu bringen. Wallfahrt und Wallfahrtsmuseum Neukirchen haben hier eine große Aufgabe …“ Diesen Auftrag hat sich das Wallfahrtsmuseum in den vergangenen 20 Jahren zu Herzen genommen. Seit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ wird eine intensive Zusammenarbeit mit den Kollegen in Böhmen gepflegt.

Von den mittlerweile über 60 Ausstellungen im Wallfahrtsmuseum wurde fast die Hälfte gemeinsam mit böhmischen Häusern organisiert; die Kontakte reichen beispielsweise nach Klatovy/Klattau, Domažlice/Taus, Kašperské Hory/Bergreichenstein und Pilsen, bis hin zum Kunstgewerbemuseum in Prag und dem Nationalmuseum Prag, wo das Wallfahrtsmuseum 1999 sogar eine Ausstellung präsentierten konnte. Diese grenzüberschreitenden Aktivitäten und zahlreichen Ideen haben dem Wallfahrtsmuseum bereits mehrfach Auszeichnungen und Preise eingebracht.

Bisher wurden weit über 100 000 Besucher gezählt; viele davon haben sich Publikum bei der Eröffnung des Museumbegeistert in die Gästebücher eingetragen. Zahllose Zeitungsartikel, Zeitschriftenbeiträge, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bestätigen den hervorragenden Ruf des Wallfahrtsmuseums in Fachkreisen und beim Publikum.
Die Sammlung des Museums wurde inzwischen durch zahlreiche Ankäufe und Schenkungen erweitert. Die fachliche Leitung ist im Rahmen der „Zweckvereinbarung Museen“ mit dem Landkreis Cham gewähleistet.

Wallfahrtsmuseum Neukirchen b.Hl.Blut