Kultur im Schloss

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23.

Januar

Wallfahrtsmuseum im Bayerischer Fernsehen PDF Drucken E-Mail

Wallfahrtsmuseum - HeilbrunnGedreht wurde im Wallfahrtsmuseum, in der Wallfahrtskirche und in der Heilbrunn-Kapelle St. Anna. Vor Ort wurde das Team von Ludwig Baumann und Museumleiter Günther Bauernfeind betreut. Der kleine Beitrag „Brunnen-Barbel“ zur Reihe „Unheimliches Bayern“ wird am Dienstag den 24. Januar im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt in der Sendung „Aus Schwaben und Altbayern aktuell“ zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr.

Ein Team des Bayerischen Fernsehens mit Redakteurin Christine Schlecht filmte im Wallfahrtsort Neukirchen b. Hl. Blut, um die Geschichte des „Brunnen-Barbels“ in Szene zu setzen. Im Jahr 1610 wurde eine an Händen und Füßen gelähmte böhmische Frau (Barbara) an einer Quelle geheilt, die sie etwa 300 Schritte westlich der Wallfahrtskirche entdeckt hatte. Jahre später säuberte sie den Brunnen und gab ihre Heilung bekannt. Sie ermunterte die Leute, vom Wasser zu schöpfen und es dreimal um den Gnadenaltar zu tragen. Wie die Mirakelbücher melden, ereigneten sich in der Folgezeit mehrere Gebetserhörungen. Die Auffindung der Quelle und die Heilung der Barbara sind im Neukirchener Mirakelbuch „Zeitiger Granatapfel…“ von 1671 ausführlich beschrieben. Eine Gedenktafel mit bildlicher Darstellung der Barbara, der Kapelle und der Wallfahrtskirche sowie einem längeren Text befindet sich heute im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut. Um 1640 wurde über der Quelle eine Kapelle errichtet, die man um 1690 zum heutigen achteckigen Zentralbau umformte. Aus dieser Zeit stammt der Altar, den früher eine holzgeschnitzte Anna Selbdritt zierte, die jetzt ebenfalls im Wallfahrtsmuseum zu sehen ist. Beiderseits des Altars standen Figuren des Wiesheilands und der Hl. Johannes der Täufer, Sebastian und Erasmus. Der Heilbrunnen liegt in einem 5 Meter tiefen Schacht unter der Kapelle.