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Wind-Konzept für Neukirchen b. Hl. Blut diskutiert |
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Fast 30 Bürgerinnen und Bürger folgten am 10. Oktober 2011 der Einladung des Agenda21-Beauftragten Markus Müller, um über ein Energie-Konzept und insbesondere über mögliche Standorte für Windkraftanlagen im Gemeindebereich zu diskutieren. Alle Teilnehmer – darunter auch Markt- und Kreisräte – sprachen sich dafür aus, am Grenzgürtel zwischen Stangenruck, Hoher Stein und Hanger sowie südöstlich von Helmhof, Neurittsteig zum Tanneneck hin entsprechende Vorrangflächen auszuwiesen. Nur drei Teilnehmer sprachen sich für Windräder auf dem Hohenbogen aus.
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Neue Währung: N-Mark startet |
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„Neukirchen reagiert auf die Euro-Krise“ könnte man meinen, denn ab sofort (16.09.2011) kann in der Marktgemeinde mit eigenem Geld gezahlt werden. Eine ganz neue Art der Kundenbindung überlegte sich der Arbeitskreis „Wirtschaft“ der Agenda 21-Bewegung Neukirchen b. Hl. Blut, auf dessen Initiative seit Mitte September 2011 die attraktiv gestaltete und sehr wertige „N-Mark“ ausgegeben wurde und nun in Umlauf ist. Diese Regionalwährung auf Gutschein-Basis kann bei den knapp 50 teilnehmenden Dienstleistungs-, Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben sowie den Freizeiteinrichtungen in der Marktgemeinde Neukirchen b. Hl. Blut eingelöst werden. Die „N-Mark“ gibt es in der Stückelung „5, 10 und 20“ und ist in der Tourist-Info Neukirchen b. Hl. Blut erhältlich. Als Besonderheit gilt, dass die „kleine Schwester des Euro“ branchenübergreifend verwendet werden kann. Jeder vermag die „N-Mark“ nach seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen einzulösen: somit ist sie auch ein passendes Geschenk, das immer gut ankommt! - damit fängt die Freundschaft an. Mit der „N-Mark“ wird zudem eine Liste ausgegeben, auf welcher die teilnehmenden Betriebe aufgeführt sind. Außerdem sind in diesen Geschäften im Eingangsbereich ein Plakat und ein Aufkleber angebracht, das sie als Teilnehmer kennzeichnet. Die Neukirchner Zweitwährung soll den Euro nicht ersetzen, sondern ihn um ein regionales Zahlungsmittel ergänzen.
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Agenda21-Arbeitskreise - Zwischenbericht |
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Die Agenda21-Bewegung in Neukirchen b. Hl. Blut ist auf breiter Basis aktiv. Wenngleich viele Aktivitäten eher im Hintergrund ablaufen, so ergibt sich in Summe doch ein ansprechendes Netzwerk. Dies wurde bei der Sitzung der Arbeitskreisleiter deutlich, zu der Agenda21-Beauftragter und 2. Bürgermeister Markus Müller am Freitag, den 19.08.2011 ins Cafe Rathaus eingeladen hatte. Dabei wurde auf die zurückliegenden Veranstaltungen und Aktion geblickt und das weitere Vorgehen abgestimmt.
Markus Müller freute sich bei der Begrüßung, daß die 2002 angestoßene Agenda21-Idee noch immer in den verschiedenen Arbeitskreisen lebt. Neben der Gemeinschaftsaktion der Neukirchener Schmankerlwirte, der Ökogruppe, dem Arbeitskreis "Bewußter Leben" und dem Arbeitskreis "Soziales" sei es besonders erfreulich, daß mit Roland Altmann nun auch ein agiler und cleverer "Kopf" für den Arbeitskreis "Wirtschaft" gefunden werden konnte. Müller informierte über den aktuellen Stand der am 1. Januar in Betrieb gehenden ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaft ebenso wie über die geplante Errichtung eines Naturbades im Bereich Deschermühle. Auf Nachfrage von Sepp Baumann regte Markus Müller eine Arbeitsgruppe aus Marktratsmitgliedern und interessierten Bürgern an, die sich mit dem Thema "Erneuerbare Energie in der Marktgemeinde" beschäftigen sollte. Soweit erforderlich, sicherte der Vizebürgermeister den Agenda21-Arbeitskreisen die Unterstützung der Marktgemeinde zu.
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N-Mark wird eingeführt |
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„Was lange währt – wird endlich gut“ - In Kürze wird die Einführung der „N-Mark auf Gutscheinbasis“ im Marktgebiet Neukirchen b. Hl. Blut mit seinen Ortsteilen vonstattengehen. Dabei handelt es sich um ein Regionalgeld in Form von sehr attraktiv gestalteten Gutscheinen mit einer Stückelung von fünf, zehn oder 20 Euro. Diese können branchenübergreifend verwendet und bei den teilnehmenden Dienstleistungs-, Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben sowie den Freizeiteinrichtungen im Hohenbogenwinkel eingelöst werden.
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Gründungsversammlung AK Wirtschaft |
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Pressebericht von Helga Brandl zur Gründung eines Agenda-Arbeitskreises Wirtschaft in Neukirchen b. Hl. Blut.
Unternehmer wissen, wie schwer es ist, ausreichend Kunden und Auftraggeber zu finden. Dazu sind neben einem hohen persönlichen Einsatz auch Ideenreichtum und Kreativität erforderlich. Für Einzelkämpfer erweist sich diese Tatsache oft als schwierig. Aus diesem Grund sollten im Rahmen des im Jahr 2002 vom Marktrat beschlossenen Agenda21-Prozesses Kräfte in der Marktgemeinde gebündelt und ein Arbeitskreis „Wirtschaft“ gegründet werden. Zweiter Bürgermeister und Agenda-Beauftragter Markus Müller konnte am Mittwochabend zu dieser Auftaktveranstaltung im Gasthof „zur Linde“ fünfzig Unternehmer und Gewerbetreibende begrüßen. Er wertete diese positive Resonanz als gute Startvoraussetzung und hieß den stellvertretenden Bürgermeister Uli Neumeyer, sowie Hans Sperl in besonderer Funktion als einen der „Vorväter“ dieser Bewegung vor dreizehn Jahren herzlich willkommen. Markus Müller bezeichnete die Wirtschaftskraft als eine dauernde Aufgabe auch in der Marktgemeinde und erläuterte das Vorhaben der Agenda, die durch verantwortungsbewusstes Wirtschaften entstand und vor acht Jahren auch in Neukirchen aufgegriffen wurde. Er eruierte zum Einstieg die derzeitige Situation, wobei Neukirchen b. Hl. Blut im Wettbewerb mit den Nachbargemeinden und Städten steht. Viele Produkte werden auswärts gekauft, die man bei gleicher Qualität und identischem Preis auch im eigenen Ort erwerben könnte – sei es aus Unwissenheit, fehlendem Bewusstsein oder anderen Gründen. Dadurch wandert eine Menge Kaufkraft ab. Der demographische Wandel zeigt, dass die Bevölkerung in der Summe abnimmt, jedoch eine höhere Lebenserwartung aufweist. Dieses Defizit an Kindern merkt man nicht nur in der Schule und Ausbildung; es reicht hin bis zu den Anforderungen älterer Mitbürger, die ein anderes Kaufverhalten an den Tag legen. Der zahlenmäßige Schwund an Menschen spiegelt sich auch in weniger Betrieben wider, wobei es im Besonderen für die Dörfer schwieriger ist als früher. Wenn man sich dagegen wehren will, muss man in der Zukunft besser zusammenarbeiten, gemeinsame Ideen entwickeln und umsetzen, so wie dies die sechs Neukirchner Schmankerlwirte beispielgebend in den vergangenen Jahren umgesetzt haben. Innovativ zu sein steht als Synonym für „etwas anders und etwas anderes anzubieten“. Hier kann man mit Sicherheit aus dem Potenzial der klugen Köpfe schöpfen. Mit dem Einholen von diversen Referenten könnte man über den Tellerrand hinausblicken. Stärken und Schwächen der Wirtschaft wurden von den anwesenden Teilnehmern sondiert und förderliche Ideen notiert. Eines stellte der Redner klar: „Man wird mit diesem Abend nicht die Welt verändern oder den Umsatz eines Betriebes verdoppeln, jedoch wird insgesamt im Hintergrund das Bewusstsein der Unternehmer gestärkt und gefördert“. Das Ziel dieser Bewegung ist die Bevölkerung oder Gäste gezielt anzusprechen und somit auch Kunden aus den Umlandgemeinden zu gewinnen. Dankenswerterweise hat sich Roland Altmann, der Leiter des Raiffeisenfachmarktes, bereit erklärt den Arbeitskreis zu leiten. Dazu gehört auch eine Portion Glück wie sich in der Vergangenheit herausstellte, zumal schon vor Jahren versucht wurde etwas Vergleichbares zu gründen.
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