Út Pro 2008 |
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Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut konnte kürzlich einen wichtigen Neuzugang vermelden. Das Gemälde wird seinen Platz innerhalb der Abteilung „Böhmische Wallfahrten“ in der Dauerausstellung das Museums finden.Das liebreiche Bild der Heiligen Jungfrau Maria von Klattau erreichte in seiner Blütezeit buchstäblich mitteleuropäische Berühmtheit. Seine Geschichte reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts, als es der Italiener Bartholomäus Rizzolti nach Klattau mitbrachte, sich in der Stadt niederließ und heiratete. Nach Rizzoltis Tod erbte das Bild, eine Kopie der italienischen Madonna de Re, seine Ziehtochter Anna, die mit dem Schneider Hirschberger verheiratet war. Das Geschäft wurde jedoch bald verschuldet und der Verkauf des Bildes schien für die Familie der einzige Ausweg zu sein. Am 8. Juli 1685 geschah jedoch ein Wunder. Die Familie und Freunde, die gekommen waren, um sich von dem Bild zu verabschieden, sahen plötzlich, dass sich auf der Stirn der Mutter Gottes blutiger Schweiß bildete. Schnell verbreitete sich diese Nachricht und nach den Untersuchungen, die das erzbischöfliche Konsistorium anordnete, wurde die öffentliche Verehrung des Bildes anerkannt. Es bekam auch einen Ehrenplatz auf dem Hauptaltar der Dekanatskirche und die Gläubigen begannen nach Klattau zu strömen. Das Originalbild auf dem Hauptaltar existiert bis heute, an Wochentagen wird jedoch nur eine Replik ausgestellt. Pilger von nah und fern, manchmal bis aus Mähren oder Bayern, kamen zu dem Bild, um sich die Heilung ihrer Leiden oder die Erfüllung heimlicher Wünsche zu erbitten. Aus dem ganzen Königreich kamen zahlreiche Prozessionen hierher. Sie wurden mit Glocken begrüßt. Manchmal kamen angeblich bis zu 30 000 Pilger an einem Tag in die Stadt. Der Text über die Klattauer Wallfahrt stammt von Karel Václav Vondráček vom Heimatmuseum Dr. Hostaš in Klattau. Er ist auch Autor der Ausstellung „Wallfahrten im Böhmerwald“, die noch bis März 2009 im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut gezeigt wird. Das Museumsreferat des Landratsamts Cham und das Klattauer Museum sind Partner Projekt „⌂↔⌂ DIALOG : MUZEUM. Ein Kompetenznetz für die Zukunft der Region“, das von der Europäischen Union im Ziel 3-Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Freistaat Bayern – Tschechische Republik 2007 – 2013 gefördert wird.
Öffnungszeiten ganzjährig: |









Das Gemälde wird seinen Platz innerhalb der Abteilung „Böhmische Wallfahrten“ in der Dauerausstellung das Museums finden.